Von der Kühlleistung in BTU über den Stromverbrauch bis zur Frage, was in einer Mietwohnung erlaubt ist: Hier stehen die Fragen, die vor dem Kauf eines Klimageräts am häufigsten aufkommen – nach Themenbereich filterbar.
Als Faustregel gelten rund 75 bis 100 W Kühlleistung je m²: 2 kW (7.000 BTU/h) reichen damit für Räume bis 20 bis 26 m², 3,5 kW (12.000 BTU/h) für Räume bis 35 m². Die Herstellerangaben zu den Geräten in diesem Vergleich weichen davon teils ab – manche legen Geräte großzügiger aus. Für ein Dachgeschoss, ein großes Südfenster oder mehrere Personen im Raum sollten Sie eine Stufe höher greifen. Ein zu klein dimensioniertes Gerät läuft dauerhaft auf voller Leistung, ohne die Zieltemperatur zu erreichen. Die Umrechnung und Zuschläge für Dachgeschoss und Südfenster stehen im Ratgeber Kühlleistung und Raumgröße.
Ein Monoblock-Klimagerät – umgangssprachlich auch mobile Klimaanlage genannt – steht als ein Gehäuse im Raum und führt die Abwärme über einen Abluftschlauch nach draußen. Es braucht keine Montage und lässt sich umstellen. Eine Split-Klimaanlage verteilt Innen- und Außeneinheit, arbeitet dadurch leiser und effizienter, verlangt aber eine feste Montage und eine Wanddurchführung – Ausnahme ist die portable Split-Anlage, deren Außeneinheit ohne Wanddurchführung ins Fenster gehängt wird und deren Kompressor im Innengerät sitzt. In unserer Bewertung liegen die Split-Klimaanlagen deshalb durchweg vor den Monoblöcken, die Monoblöcke dafür bei Anschaffungspreis und Aufwand. Die Bauarten im Einzelnen vergleicht der Ratgeber Monoblock oder Split.
BTU/h ist die im Handel übliche Angabe der Kühlleistung. 1.000 BTU/h entsprechen rund 0,29 kW – 9.000 BTU/h sind also etwa 2,6 kW. Die Geräte in diesem Vergleich reichen von rund 2 kW (knapp 7.000 BTU/h) bis 14.000 BTU/h (rund 4,1 kW).
Das entscheidet zuerst die Frage, ob Sie fest montieren dürfen: Wer nichts an Wand oder Fassade verändern kann, wählt ein mobiles Monoblock-Klimagerät – oder eine portable Split-Anlage wie die Midea PortaSplit-E, deren Außeneinheit ohne Wanddurchführung ins Fenster gehängt wird. Wer montieren darf, bekommt bei Verbrauch und Lautstärke für dasselbe Geld deutlich mehr. Unsere Empfehlung und zwei weitere empfehlenswerte Geräte stehen mit Begründung auf der Startseite; die vollständige Vergleichstabelle steht auf der Vergleichsseite.
Zuverlässig kühlt es den Raum, in dem es steht. In den ausgewerteten Rezensionen profitieren Nebenräume bei geöffneter Tür deutlich schwächer; nur bei einer leistungsstarken Split-Klimaanlage reicht die Wirkung laut einer Rezension bis in Flur und WC. Planen Sie deshalb für jeden Raum, der zuverlässig kühl sein soll, ein eigenes Gerät.
Die Monoblock-Klimageräte in diesem Vergleich mit ausgewiesener Leistungsaufnahme nehmen laut Datenblatt zwischen 780 und 1.550 W auf; für zwei der sieben Monoblöcke liefert das Datenblatt keine brauchbare Angabe, und für die vier Split-Anlagen und die beiden Wandgeräte nennt es überhaupt keine Leistungsaufnahme. Split-Klimaanlagen mit Inverter-Technik regeln nach dem Herunterkühlen zurück: Für eine Anlage hier berichtet eine ausführliche Rezension von rund 1.100 W beim Start und rund 250 W im Dauerbetrieb; andere Rezensionen zur selben Anlage nennen niedrigere Werte. Die Zahl auf dem Typenschild ist damit die Obergrenze, nicht der Durchschnitt.
Ein Rechenbeispiel mit offengelegten Annahmen: 0,9 kW Leistungsaufnahme, acht Stunden Betrieb und 0,35 € je kWh ergeben rund 2,50 € am Tag. Das gilt für durchgehenden Betrieb auf voller Leistung – da der Kompressor bei erreichter Zieltemperatur abschaltet, liegt der reale Wert meist darunter. Setzen Sie den Strompreis Ihres eigenen Tarifs ein, dann stimmt die Rechnung für Ihren Haushalt. Die vollständige Rechnung je Stunde, Tag und Saison steht im Ratgeber Stromverbrauch.
Die Spanne in diesem Vergleich reicht vom niedrigen dreistelligen Bereich für ein Monoblock-Klimagerät bis in den vierstelligen Bereich für eine Split-Klimaanlage oder ein Wandgerät. Ein hoher Preis ist dabei keine Zusage: Das Gerät mit der schwächsten Preis-Leistungs-Bewertung dieses Vergleichs kostet so viel wie das stärkste Monoblock-Klimagerät und liefert gut die Hälfte von dessen Kühlleistung. Die Preise stehen auf der Vergleichsseite, dort am Seitenfuß auch mit dem Erhebungsdatum – gemeint ist der Stand dieses Datums, nicht der aktuelle Amazon-Preis in Echtzeit.
Sie lohnt sich mit steigender Betriebszeit. Die Datenblätter in diesem Vergleich nennen für ein Monoblock-Klimagerät der Energieeffizienzklasse A rund 539 kWh im Jahr, für eine Split-Klimaanlage der Klasse A+++ rund 142 kWh – allerdings bei unterschiedlicher Kühlleistung und unterschiedlichen Annahmen der Hersteller. Wer nur an wenigen Hitzetagen kühlt, holt den Aufpreis kaum herein; wer das Gerät im Winter auch zum Heizen nutzt, eher.
Der Abluftschlauch muss die Wärme aus dem Raum herausführen – üblich sind ein Balkon-, Dach- oder Kippfenster, eine Tür ins Freie oder eine feste Mauerdurchführung. Den Schlauch in den Flur oder einen Nebenraum zu legen, verlagert die Wärme nur. Wo gar keine Öffnung nach draußen möglich ist, bleiben ein Wandgerät mit Wanddurchbrüchen oder eine Split-Klimaanlage; ein Klimagerät ganz ohne Abluft gibt es nicht.
Ein mobiles Monoblock-Klimagerät dürfen Sie ohne Zustimmung aufstellen, solange Sie nichts baulich verändern. Sobald eine Außeneinheit an der Fassade hängt oder eine Wand durchbohrt wird, ist das eine bauliche Veränderung und braucht die Erlaubnis des Vermieters – im Zweifel schriftlich. Für Mieter ohne diese Erlaubnis bleiben mobile Geräte oder eine portable Split-Klimaanlage wie die Midea PortaSplit-E, die laut Hersteller ohne feste Montage und ohne Bohren auskommt – ihre Außeneinheit wird nach einer ausführlichen Rezension in eine mitgelieferte Fensterhalterung eingehängt, der Fensterflügel muss dafür dauerhaft offen stehen.
Arbeiten am Kältemittelkreislauf setzen einen Sachkundenachweis voraus; dafür ist ein Fachbetrieb zuständig. Die vorbefüllten Quick-Connect-Anlagen in diesem Vergleich sollen sich laut Herstellerangabe ohne Vakuumpumpe verbinden lassen – einzelne Rezensionen berichten dagegen, dass für die Inbetriebnahme doch eine Vakuumpumpe oder ein Kältetechniker nötig war. Eine eigene Freigabe geben wir dafür nicht: Klären Sie den Aufwand vor dem Kauf mit einem Fachbetrieb. Was die Bauarten sonst unterscheidet, steht im Ratgeber Monoblock oder Split.
Sie entscheidet über einen großen Teil der Wirkung. Ein Monoblock-Klimagerät bläst Luft nach draußen und erzeugt dabei Unterdruck im Raum; durch einen offenen Fensterspalt strömt warme Luft nach, und die Kühlleistung fällt deutlich geringer aus als im Datenblatt. Mehrere Geräte hier liefern eine Fensterabdichtung mit – in den Rezensionen sind die mitgelieferten Schienen und Abdichtungen aber ein wiederkehrender Kritikpunkt, weil sie nicht zu jeder Fensterform passen.
Nur eingeschränkt. Die Geräte in diesem Vergleich sind für Wohn- und Arbeitsräume ausgelegt, nicht für den Dauerbetrieb gegen eine konstante Wärmelast: Ein Serverraum wird rund um die Uhr gekühlt, hat oft kein Fenster für den Abluftschlauch und verlangt Ausfallsicherheit. In einer Werkstatt kommen Staub und offene Tore dazu, die jede Kühlung ins Leere laufen lassen. Für beides führt der Weg über einen Fachbetrieb für Klimatechnik; was im Homeoffice trägt, steht im Ratgeber Klimagerät für Büro und Homeoffice.
Ein Monoblock-Klimagerät dieses Vergleichs misst rund 30 × 29 × 70 cm (T × B × H) und wiegt etwa 24 kg; dazu kommt der Abluftschlauch, der bis zum Fenster reichen muss. Die Geräte stehen auf Rollen und lassen sich im Raum umstellen, für Treppen ist das Gewicht aber grenzwertig. Bei den Split-Anlagen wiegt allein das Innengerät laut einer Rezension rund 32 kg.
Die Datenblätter der Monoblöcke in diesem Vergleich nennen 51 bis 65 dB(A) – der obere Wert entspricht etwa einem laufenden Staubsauger. Split-Klimaanlagen sind leiser – bei den fest montierten sitzt der Kompressor im Außengerät, bei der portablen Ausführung im Innengerät. Für den Nachtmodus geben die Hersteller hier 19 bis 39 dB(A) an, eine Rezension misst rund 40 bis 41 dB(A) nach. Zu den lautesten Monoblöcken schließen Rezensionen den Betrieb im Schlafzimmer während des Schlafens ausdrücklich aus. Welche Werte im Schlafzimmer tragen, steht im Ratgeber Klimagerät fürs Schlafzimmer.
Darüber entscheidet die Lautstärke, nicht die Kühlleistung. Für die drei Split-Anlagen in diesem Vergleich, die einen Nachtmodus-Wert nennen, geben die Hersteller hier 19 bis 39 dB(A) an; bei mehreren Monoblöcken raten Rezensionen vom Betrieb während des Schlafens ab. Achten Sie zusätzlich auf Nebengeräusche – bei einer Split-Anlage in diesem Vergleich ist laut einer Rezension die Kondenswasserpumpe alle fünf bis zehn Minuten hörbar.
Im reinen Kühlbetrieb verdunstet ein Teil des Kondenswassers über den Abluftschlauch; bei hoher Luftfeuchtigkeit und im Entfeuchtungsbetrieb sammelt sich trotzdem Wasser im Tank und muss geleert werden. Zwei Geräte in diesem Vergleich kommen laut Hersteller ohne manuelles Entleeren aus, auf verschiedenen Wegen: Der Cecotec ForceClima 7400 hat einen Anschluss für eine Wasserablaufleitung, das DREO AC516S verdunstet das Kondenswasser nach Herstellerangabe bis zu einer Luftfeuchtigkeit von 90 % selbsttätig. Bei Split- und Wandgeräten läuft das Kondenswasser nach draußen ab – dafür sind ein kleiner zusätzlicher Durchbruch oder eine Pumpe nötig; bei einem der beiden Wandgeräte berichtet eine Rezension allerdings, dass sich das Wasser bei Aufstellung auf dem Boden nur umständlich ablassen lässt.
Den Abstand nennt die Bedienungsanleitung des jeweiligen Geräts. Die meisten Geräte in diesem Vergleich haben einen abnehmbaren Filter – je nach Gerät einen Vor-, Aktivkohle-, Silberionen- oder antibakteriellen Filter –, der sich herausnehmen und ausspülen lässt. Praktisch gilt: Ein sichtbar verstaubter Filter senkt den Luftdurchsatz und damit die Kühlleistung – wer im Sommer täglich kühlt, sieht alle paar Wochen nach.
In den ausgewerteten Rezensionen sinkt die Raumtemperatur mit einer leistungsstarken Split-Klimaanlage binnen einer Stunde von 30 auf 24 °C, in einem anderen Fall erreicht sie bei 38 °C Außentemperatur binnen einer Stunde rund 24,5 °C Raumtemperatur. Mobile Monoblöcke brauchen länger und erreichen bei großer Hitze oft nicht die eingestellte Zieltemperatur. Wie schnell es geht, hängt zusätzlich an Dämmung, Sonneneinstrahlung und daran, ob das Fenster um den Abluftschlauch herum dicht ist.
Nein. Geräte ohne Abluftschlauch sind Verdunstungskühler: Sie verdunsten Wasser und geben die Wärme nicht nach draußen ab, sie bleibt also im Raum. Im Luftstrom senken sie die gefühlte Temperatur, den Raum kühlen sie nicht herunter, und die Luftfeuchtigkeit steigt. Ein Klimagerät führt die Abwärme immer nach außen – über einen Abluftschlauch, eine Außeneinheit oder eine Wanddurchführung. Den Unterschied erklärt der Ratgeber Klimagerät ohne Abluftschlauch.
R290 ist Propan und damit brennbar; es steckt in kleiner Menge fest eingeschlossen im Kältekreislauf. Beachten Sie die Herstellerhinweise zu Aufstellung, Transport und Lagerung – eine Rezension weist etwa darauf hin, dass ein Gerät nur aufrecht transportiert werden darf. Umgekehrt hat R290 laut Herstellerangabe ein Treibhauspotenzial von 3 gegenüber 675 beim ebenfalls verbreiteten R32.
Ja, aber nicht jedes. In diesem Vergleich heizen die Split-Klimaanlagen und die beiden Wandgeräte über eine Wärmepumpe, die Monoblöcke nicht. Ein Hersteller gibt den Heizbetrieb bis −20 °C Außentemperatur an; das stärkere der beiden Wandgeräte nennt 2,3 kW Heizleistung neben 2,6 kW Kühlleistung, für das zweite nennt der Hersteller nur eine Leistung von 2,0 kW.
Die meisten Geräte führen die Raumluft über einen Filter – je nach Gerät einen Vor-, Aktivkohle-, Silberionen- oder antibakteriellen Filter –, der laut Hersteller Staub, Flusen und Tierhaare zurückhält. Ein Klimagerät ist damit weder ein Luftreiniger noch ein Medizinprodukt: Was ein Filter zurückhält, steht im Datenblatt – eine Wirkung auf Allergiebeschwerden sagen wir nicht zu. Für Pollengeplagte spricht eher, dass ein laufendes Klimagerät das Lüften bei Hitze ersetzt und das Fenster geschlossen bleiben kann. Was Filter im Büro leisten, steht im Ratgeber Klimagerät für Büro und Homeoffice.